Heinrich „Heinz“ Klein-Arendt (1916–2005) war ein deutscher Bildhauer, dessen Werk vor allem in den 1950er- und 1960er-Jahren im öffentlichen Raum große Beachtung fand. Früh kunst- und musikinteressiert, prägten ihn sowohl sportliche Erfahrungen als auch die schweren Verletzungen seines Kriegsdienstes, darunter der Verlust eines Auges. Nach ersten Studien in Königsberg absolvierte er von 1947 bis 1952 eine Ausbildung an der Kunstakademie Düsseldorf bei Sepp Mages, dessen Einfluss seine figürliche, oft archaisch anmutende Formensprache entscheidend formte. Die menschliche Figur – meist als Akt – blieb sein zentrales Thema.

Seit Mitte der 1950er-Jahre arbeitete Klein-Arendt freischaffend und erhielt zahlreiche öffentliche Aufträge. Zu seinen bekanntesten Werken zählen Mütter mit Kindern (Coesfeld, 1962), Die vier Haimonskinder (Köln-Braunsfeld, 1969) und In Erwartung des Vaters (Bergheim, 1981). Seine Arbeiten reichen von winzigen Kleinplastiken bis zu monumentalen Figurengruppen. Geprägt durch Kriegserfahrungen suchte er stets nach harmonischen, geschlossenen Formen und wandte sich ab den 1960er-Jahren zunehmend der Bronze zu.

1971 zog Klein-Arendt nach Oberaußem, wo er viele Jahre als Lehrbeauftragter am Anton-Heinen-Haus wirkte und 1980 die sieben Kirchenfenster der evangelischen Erlöserkirche in Niederaußem gestaltete. In seinen letzten Lebensjahren widmete er sich verstärkt der Kalligraphie. Sein letzter Auftrag – eine Bronzetafel die an frühere Aufenthalte seines Studienkollegen Günter Grass in Oberaußem erinnert – wurde nach seinem Tod vollendet.

weitere Informationen:

Heinz Klein-Arendt – Wikipedia

Der Bildhauer Heinrich Klein-Arendt

Interview von Pfarrer Tebbe mit H. Klein-Arendt